Frisch eingeweiht: Das neue Sophie-Schoop-Haus – Schmelztiegel der Nationen für Studenten aus 38 Ländern

Fertig! Hamburg ist um 266 Wohnplätze für Studenten reicher. Und die haben es in sich – vom Feinsten! Ausstattung, Konzept und Umgebung – alles tipp! Und die Mieten – top! Oder um es Neudeutsch auszudrücken: Mehr geht nicht!

Kein Wunder, dass bei der Einweihung nur strahlende Gesichter zu sehen waren – von den Offiziellen wie von den Studenten, die schon bei Betreten der Anlage im Sophie-Schoop-Weg 2 in Allermöhe aus dem Schwärmen kaum rauskamen. Und das zu Recht. Wer selber studiert hat, der weiß, wie karg eine Studentenbude sein kann. Aber im Sophie-Schoop-Haus sieht das anders aus. Bude? Butze? Nein, diese Bezeichnungen passen hier nicht. Alles stylisch, moderne Ein- und WG-Appartments. Dazu Lernräume, Fitnessraum, Musikzimmer, schnelles Internet – und das alles zum sozial fairen Preis von 356,50 Euro für ein Einzimmer-Apartment. Bingo!

Rainer Schluff, Bereichsleiter Hochbau von Max Bögl überreicht Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer Studierendenwerk Hamburg, den symbolischen Schlüssel

Studenten der verschiedensten Fachrichtungen aus insgesamt 38 Nationen wohnen hier unter einem Dach. Die nahe S-Bahnstation Allermöhe garantiert dabei eine ebenso schnelle wie bequeme Verbindung zu den diversen Universitäten und Fachhochschulen – von Bergedorf bis HafenCity oder zur Hamburger Uni an der Edmund-Siemers-Allee und weiter.

Die Anlage wurde dabei zudem als „Effizienzhaus 40“ realisiert, wobei der Energiebedarf unter 60% der gesetzlichen Limits liegt. Gratulor – wie der Lateiner zu sagen pflegt. Insgesamt wurden vom Studierendenwerk 24 Millionen Euro investiert, die Finanzierung ermöglichte die Hamburgische Investitions- und Förderbank IFB.

Namensgeberin Sophie Schoop, die von den Nazis aufgrund ihres jüdischen Glaubens nach Auschwitz deportiert und am 3.1.1945 ermordet wurde, wäre stolz auf Haus und Mieter gewesen. Ihr zu Ehren wurde eine Gedenktafel eingeweiht. Denn Ihr Name steht für Mut, Menschlichkeit und Engagement – Werte, die auch das Studentenleben prägen (sollten).

 

Rainer Schluff

Kurzinterview mit Rainer Schluff, Bereichsleiter Hochbau, Max Bögl:
„Dank guter Kooperation mit Dem Bauherrn lief das Bauvorhaben reibungslos!“

Das Sophie-Schoop-Studentenhaus steht in Allermöhe am Rande eines Neubaugebiets – gab es besondere Herausforderungen beim Bau zu beachten?

Rainer Schluff: „Wir bauen ja oft mitten im Zentrum. Hier hingegen waren wir eher auf einer grünen Wiese aktiv. Abgesehen davon, dass man Rücksicht mit dem Baulärm auf die Anwohner des Wohngebiets nehmen musste, kamen wir hier überall gut an das Baufeld heran und waren daher auch nicht so limitiert, wie sonst auf den Stadtbaustellen, was allein aus logistischer Hinsicht dann eine größere Herausforderung ist!“

Wie geht man mit Baulärm im Wohngebiet um? Was können Sie da unternehmen?

Rainer Schluff: „Da gibt es nicht viele Möglichkeiten. Sie müssen um Verständnis werben, selber größtmögliche Rücksicht nehmen und wenn trotzdem jemand ein Problem hat, dann nimmt man sich dessen an und versucht im Rahmen des Möglichen zu reagieren. Trotzdem sind wir natürlich oft dazu gezwungen zu sagen, dass von 7 bis 19 Uhr Arbeitszeit ist und wir in diesem Zeitfenster unsere Arbeiten erledigen müssen. Entscheidend ist der Ton und dass wir von unserer Seite immer auf die Menschen zugehen. Genau das hat das Bauteam hier auch gemacht und daher gab es erstaunlicherweise kaum Beschwerden!“

Sie sind im Zeitplan geblieben – gab es Hindernisse, die dies erschwert haben?

Rainer Schluff: „Es wird immer seltener und schwieriger, aber bei diesem Bauvorhaben konnten wir tatsächlich pünktlich beginnen. Das ist schon einmal eine gute Voraussetzung um im Plan zu bleiben. Hier hat alles wirklich reibungslos funktioniert. Sogar so gut, dass wir selbst mit den Außenanlagen weitestgehend fertig werden konnten. Denn auch die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, den Planern und Projektierern lief reibungslos und sehr angenehm. Somit ging unsere Zeitplanung exakt auf!“

Ist die Kooperation mit dem Bauherrn normalerweise die größte Herausforderung?

Rainer Schluff: „Die Achillesferse beim Bau ist immer die Planung. Dabei muss der Bauherr Entscheidungen treffen. Und exakt das muss er auch tun. Bei diesem Bau wurden genau diese nötigen Entscheidungen gefällt und es ging somit zügig mit den Arbeiten auf der Baustelle voran!“

Das Gebäude ist energetisch auf dem modernsten Stand. Ist das baulich schwer zu bewerkstelligen?

Rainer Schluff: „Die technischen Anforderungen ändern sich im raschen Tempo. Insofern stellen die Maßnahmen, die in energetischer Hinsicht getroffen werden, schon eine Herausforderung dar. Denn sie müssen erfüllt und umgesetzt werden. Und das ist ein hoher Anspruch. Bei diesem Bau haben wir 30 Zentimeter Wärmedämmung, was schon technisch eine Herausforderung ist. Bei solchen Maßnahmen werden die Detailpunkte und Schnittstellen sehr entscheidend und alles muss so ausgesteuert werden, dass man es dann auch noch bauen kann und es nicht nur auf dem Papier gut aussieht!“

Share this post:

Recent Posts

Comments are closed.