„Alter Wall Hamburg“ – der neue Pracht-Boulevard im Herzen Hamburgs

Die perfekte Mischung aus alter, wunderschöner Fassade und modernem Innenleben als Beweis einer stilsicheren, hanseatischen Architektur

Kaum eine Stadt schafft es, das Gleichgewicht zwischen Alt und neu, zwischen Bestand und Neubau, zwischen historischer Kulisse und moderner Fassade mit so viel Geschick, Charme, Esprit und Fingerspitzengefühl zu halten wie Hamburg. Statt einer beinahe kaputt-sanierten Stadt wie beispielsweise Berlin, wo kaum ein Bau zum anderen passt, wo hemmungslos drauflos gebaut wird, und dies ohne Rücksicht auf das was war und ist, übt sich Hamburg in Ruhe und Gelassenheit. Bestes neues Beispiel: „Alter Wall Hamburg“ – ein neuer Boulevard für Handel, Kontor und Kunst, gleich neben dem Rathaus. 

An wohl schönster, exponiertester und einzigartigster Stelle entsteht eine prächtige und ebenso lebendige Flaniermeile der außergewöhnlich schönen Art. Und wieder wird hier das zuvor Beschriebene erlebbar: Die perfekte Symbiose aus Alt und Neu. Ein aufregendes Projekt, welches mit viel Feingefühl, mit spürbaren Sinn für Geschichte aber ebenso mit dem guten Geschmack für architektonische Visionen ausgestattet ist.

Auf 150 Metern Länge, mit 13 Ebenen entstehen so 30.000 exquisite Quadratmeter über fünf zusammenhängenden Gebäuden aus der Zeit um 1900. Wenn im Herbst 2018 alles fertig sein wird, dann können von da an Fußgänger bummeln und in den Geschäften shoppen, sich die ausgestellte Kunst im Bucerius Kunst Forum ansehen oder sich den Gaumen in ausgesuchter Gastronomie verwöhnen. Dazu kommen moderne Büros, eine öffentliche Tiefgarage und eine Brücke über das Alsterfleet.

Tradition bewahren und
Moderne bringen

Mitte Juli 2017 wurde nun feierlich das Richtfest begangen. Grund genug für dieses außergewöhnliche Bauprojekt lobende Worte zu finden. Das jedenfalls tat Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, die die Bedeutung des Projektes für die Hamburger City und das BID Nikolai-Quartier unterstrich. „Der ‚neue‘ Alte Wall bewahrt Tradition und bringt Moderne mit dieser im Herzen der Hamburger Innenstadt zusammen. Er wird wieder ein Ort des Handels, erhält die klassischen Kontorhäuser und stärkt die Kunst. Die Gebäude erhalten eine wunderbar restaurierte Fassade und ein neues Inneres, das sich für die Bevölkerung erstmals wieder öffnet und eine neue Wegeverbindung über die Alster zum neuen Wall herstellt. Für die Hamburgerinnen und Hamburger bedeutet es, dass sie sich nicht nur über eine neue Flaniermeile freuen können, sondern ein Stück historisch gewachsenes Hamburg in neuem Glanz zurückerhalten.“

Generalunternehmerin ist die Strabag-Tochter Ed. Züblin AG., die sicherlich auch wegen ihrer großen Erfahrung und der damit verbundenen Kompetenz den Zuschlag für den Auftrag erhielt. Denn das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil des „Business Improvement Districts“, kurz BID genannt, dem Nikolai-Quartier – das größte innerstädtische BID Europas. Eine Dimension die wirkt.

Highlight wird ein sechs Etagen hohes Atrium für lichtdurchflutete Büroflächen – möglich gemacht durch ein rund 90 Meter langes, mittiges Glasdach. Diese Büros sind aktuell schon zu rund 40 Prozent vermietet. Die Vermietung der Einzelhandelsflächen hat kürzlich begonnen, die Hamburger können sich auf einen attraktiven und hochwertigen, speziell auf den Ort zugeschnittenen Mietermix freuen. Die Nachbarschaft zum Rathaus wird aufregend.

„Die Vision Alter Wall wird Schritt für Schritt bis 2018 Wirklichkeit …“

Johannes Lichtenthaler, Niederlassungsleiter Hamburg und Partner bei Art-Invest, der Immobilien-Projektentwickler der den „Alter Wall“ in eine neue Dimension umgestaltet, beschreibt die Projekt-Vision so: „Vor unserem geistigen Auge sehen wir einen neuen Boulevard voller Passanten, flanierende Touristen, Hamburger Kaufleute, Kontore mit Alsterblick sowie Räume für Kultur, Mode und angenehmes Verweilen. Schritt für Schritt wird die Vision nun bis zum Herbst 2018 Wirklichkeit.“

Natursteinverkleidungen erzeugen so ein homogenes Gesamtbild

Doch bis es soweit ist, sind noch jede Menge Herausforderungen zu meistern. Denn allein um die denkmalgeschützte Fassade zu erhalten, ist diese während des Hochbaus über jedes Geschoss abgesichert. Das allein schon ist ein hoher Aufwand, doch der Kraftakt lohnt sich. Denn schließlich soll die schöne Außenwand, die in ihrer besonderen Art mit das einzigartige Stadtbild Ham- burgs prägt, ohne Schaden erhalten und in die aktuelle Neuzeit transponiert werden. An der Außenseite des Bauwerks in Richtung Fleet werden die Fassaden mit Natursteinverkleidung versehen und erzeugen somit ein homogenes Gesamtbild. Hamburg, meine Perle? Hier kann man ein Stück des Glanzes der Hansestadt bald live erleben.

Und auch wenn es um das allgegenwärtige Thema der Nachhaltigkeit geht, kann der neue „Alte Wall“ kräftig punkten. Denn für das Gebäude ist eine Platin-Zertifizierung nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) angestrebt. Im Juni 2016 hat das Projekt bereits die LEED- Vorzertifizierung in Platin erhalten. Auch das nicht nur eine Besonderheit, sondern schon ein regelrechter nachhaltiger Ritterschlag.

Überhaupt ist das Bauprojekt voll von auffälligen Merkmalen und Besonderheiten. Da wäre beispielsweise die Tatsache, dass der Alte Wall als neuer Flanierboulevard die kürzeste fußläufige Verbindung vom Rathausmarkt zur Elbphilharmonie ist. Oder der Bau der neuen Fußgängerbrücke über das Alsterfleet sei ebenso genannt. Damit entsteht immerhin erstmals eine direkte Verbindung zwischen Rathaus und der Luxusshoppingmeile Neuer Wall. Hierdurch werden die etablierten Wegebeziehungen in Hamburgs City erheblich erweitert. Und auch rein bautechnisch ist das Projekt wirklich nicht ohne: Immerhin bietet die Lage zwischen dem Hamburger Rathaus und dem Alsterfleet mit darunter verlaufender S-Bahn eine echte Herausforderung.

Lange wird es also nicht mehr dauern, bis der Pracht-Boulevard „Alter Wall Hamburg“ wieder in voller Schönheit erstrahlen wird. So wie einst um 1900, als auch damals schon die Hamburger voller Begeisterung für ihren „Alten Wall“ sagten: „Man, wat is dat scheun hier …!“

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